Die Frozen Fritz Saga


Es war einmal - vor ungefähr 5000 Jahren - ein Jäger. Dieser Jäger ahnte noch nicht, dass er lange nach seinem Tode unter dem eigenartigen Namen "Ötzi" sehr berühmt werden würde. Sein richtiger Name jedoch war Fritz. Sein Stamm, die Frozen's, hatten sich das wunderbare Land Südtirol als Heimat ausgesucht, vor allem wegen dem milden Wetter und der Vielfalt der Natur.

Frozen Fritz war als Jäger fast das ganze Jahr über unterwegs. Dabei erlebte er die unglaublichsten Abenteuer. Ihr müsst Euch vorstellen, damals gab es noch keine Häuser, Straßen oder ähnliches.
Das ganze Land war von wilden Wäldern und Flüssen, in denen allerlei wilde Tiere und Kreaturen lebten, geprägt. Einmal wäre Frozen Fritz am Similaun fast einem hinterhältigen Mordanschlag eines feindlichen Stammes zum Opfer gefallen, konnte sich aber (puh!) noch in letzter Minute retten.

So kam es, dass Fritz wieder einmal auf die Jagd ging. Er hatte wenig Erfolg. Das einzige was er erbeutete, war ein Fasan. Zu wenig, um damit zu seinem Stamm zurückzukehren.
Da es schon spät und Fritz müde war, breitete er also seine Felle aus und briet über seinem Lagerfeuer den Fasan. Schließlich musste er am nächsten Tag bei Kräften sein, um einen Hirsch oder ähnliches jagen zu können. Doch die Müdigkeit übermannte ihn schneller als gedacht. Er schlief neben seinem Lagerfeuer ein.
Mehrere Kobolde, die zufällig in der Nähe waren, sahen den schlafenden Jäger und wunderten sich darüber. Diese Kobolde waren kleine Wesen mit ungesunder Hautfarbe, spitzen Ohren und Flügeln. Sie waren für Ihre Neugier und Gemeinheit weithin bekannt und gefürchtet.
Die Kobolde heckten sofort einen ihrer böswilligen Pläne aus und raubten unserem Fritz sein Werkzeug, welches er für seine tägliche Arbeit benötigte.

Frozen Fritz erwachte durch den Lärm, den die Kobolde bei diesem nächtlichen Überfall machten. Bevor er jedoch merkte, was passierte, waren die hintertückischen Wesen schon wieder mitsamt seinem Werkzeug auf und davon.
Er entschloss sich sofort, seine Waffen und Arbeitsgeräte wieder zu holen. Das war gar nicht so einfach. Die Kobolde waren in alle möglichen Richtungen geflüchtet. Fritz wusste jedoch nach seinen langjährigen Streifzügen durch Südtirol, wo sich die Wesen gerne versammelten.


Er machte sich also auf den Weg, seine Werkzeuge zurück zu holen.
Das Abenteuer führte ihn zuerst in den Ort Meran, der von den älteren Jägern oft wegen seines gesunden Wassers und des milden Klimas aufgesucht wurde. Anschließend machte er sich ins Überetsch auf, einem wunderschönen Gebiet, welches weithin für seine wilden Reben und süßen Trauben bekannt war. Dort, genauer gesagt, am Kalterer See, vermutete er den nächsten Treffpunkt der kleinen, dunklen Wesen.
Der letzte Treffpunkt, den er kannte, war in den wilden Dolomiten, dem bizarrsten Gebirge weltweit. Dort, genauer gesagt, im Grödnertal, hoffte er auch auf die letzten Kobolde zu treffen.

Der Weg war lang und gefährlich.
Wie es unserem Frozen Fritz dabei ergangen ist, seht Ihr, wenn Ihr ihm dabei helft, wieder zu seinem Werkzeug zu kommen.

Viel Glück dabei!